Trekking – Outdoor – Bushcrafting
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Ein Tarp – oder eine Plane – ist schnell aufgebaut, und bietet erstaunlich viele Möglichkeiten!

Biwakieren, welches rechtlich in Deutschland nicht existiert, und deswegen als … toleriert … angesehen wird, hat gegenüber der Verwendung eines Zeltes einige Vorteile. Da man hierfür oftmals einfach nur eine gewöhnliche Plane benötigt, ist man wesentlich freier was den Platz für den Aufbau angeht. Es reicht bereits eine billige Abdeckplane aus dem Baumarkt sowie ein paar Schnüre, um ein brauchbares Biwak aufzubauen. Natürlich gibt es auch speziell für diesen Zweck geschaffene Planen, die mit entsprechenden Abspannpunkten versehen sind, und die den Aufbau verschiedener „Setups“ erleichtern.

Diese sind natürlich teurer als Baumartplanen, jedoch auch einfacher zu handhaben, und sind manchmal auch etwas leichter. Der größte Vorteil dürfte darin liegen dass man diese, TARP genannten Planen auch in Tarnmustern erhält, was das Verbergen in Waldgebieten natürlich erleichtert. Aber eine gute Tarnung setzt nicht zwingend ein Tarnmuster voraus. Aber das Thema Tarnung ist noch einmal ein anderer Bereich.

Zusammengelegtes Tarp - gepackt auf die Größe eines Regenponchos...

Zusammengelegtes Tarp – gepackt auf die Größe eines Regenponchos…

Eine Plane lässt sich leichter transportieren als ein Zelt. Einfach schon aus dem Grund weil man kein Gestänge benötigt, und sich selbst Heringe aus dem fertigen kann, was die Natur liefert. Man ist frei in der Form des Aufbaus. Während ein Zelt eine vorgegebene Form hat, kann man ein Tarp sowohl als simples Dach nutzen um beispielsweise einen Lagerplatz oder eine Hängematte abzudecken, einen zeltähnlichen Aufbau damit realisieren, oder es dazu nutzen den Zugang zu natürlichen Schutzzonen – wie Höhlen, Gräben oder Steinbuchten damit verwirklichen. Auch lässt sich ein Tarp – im Zweifelsfalle – als Poncho verwenden, so dass man vor plötzlichem Regen sicher ist.

Was den Aufbau eines Biwaks angeht, so kann man nicht grundsätzlich sagen ob dieser schneller von statten geht, oder mehr Zeit benötigt. Es kommt eben darauf an was man macht.

So gesehen bietet das Biwakieren mit einem Tarp wesentlich mehr Vorzüge, als die Verwendung eines Zelts. Aber es gibt auch Nachteile!

Ein Tarp benötigt kein Gestänge - man kann es mit ein paar Schnüren quasi überall aufstellen, wo Vegetation vorhanden ist.

Ein Tarp benötigt kein Gestänge – man kann es mit ein paar Schnüren quasi überall aufstellen, wo Vegetation vorhanden ist.

Ein Zelt bildet einen geschlossenen Raum und schützt wesentlich besser vor Insekten, als ein Tarp unter Welchem man doch recht offen liegt Auch ist die psychologische Seite zu berücksichtigen. In einem geschlossenem Raum, den auch ein Zelt schafft, fühlt man sich in aller Regel etwas sicherer. Nun, dieses Gefühl der Sicherheit ist natürlich nur ein Gefühl, die Realität ist: Wenn ein Angriff erfolgt, ist man in einem Tarp genau so ungeschützt, wie in einem Zelt.

Der Aspekt der Tarnung, bzw. Anpassung

Ein Tarp lässt sich leichter an die landschaftlichen Gegebenheiten anpassen: Sprich es ermöglicht einen flacheren Aufbau, und lässt sich dadurch auch in Heide- oder Dünenlandschaften besser tarnen als ein Zelt, welches stets eine vorgegebene, meist Kuppelform, hat, an welcher man nicht, oder nur schwer, etwas verändern kann.

Klare Vorteile des Tarps gegenüber einem Zelt:

  • Leicht zu transportieren
  • Unauffällig
  • Vielseitig aufbaubar
  • alternativ nutzbar
  • Leichter zu trocknen

Nachteile eines Tarps gegenüber einem Zelt:

  • Schützt nicht gut gegen Insekten
  • Man liegt relativ offen
  • Keine Bodenisolierung

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