Trekking – Outdoor – Bushcrafting

Verhalten beim Wildzelten?

Verrückt genug draußen zu schlafen??

Verrückt genug draußen zu schlafen??

Keine Ahnung warum wir erwischt wurden! Plötzlich stand der Förster vor unseren Zelten, zielte mit dem Gewehr auf uns und schrie uns an dass wir die Scheiße lassen sollten. Dann kam auch schon die Polizei und nahm uns alles weg … den Ghettoblaster, die Drogen, die Autoschlüssel, unsere Messer und Softairwaffen – wir wollten übrigens gerade jemandem vom anderem Team markieren, und stellten eine Erschießung dar … und zu allem Übel haben sie auch noch das schöne Feuerchen gelöscht. Dabei brannte es so cool! War bestimmt gute drei Meter hoch …“…

Tja, warum nur wird man erwischt, und wann reagieren Förster sauer auf Leute die sich im Wald herumtreiben? Ich denke wenn man sich die Frage vor dem Aufschlagen eines Schlafplatzes im Wald stellt, hat man auch die Möglichkeit unerfreuliche Begegnungen zu minimieren.

Ein Lagerfeuer mag zwar romantisch sein, oder Spaß machen, ist aber gerade in den Sommermonaten äußerst kritisch zu betrachten. Gerade und insbesondere in Naturschutzgebieten! Hier sind solche Aktionen eigentlich strengstens verboten, und dies aus gutem Grund. Wir haben leider recht wenig Wald in Deutschland, und da macht es Sinn dass dieser besonderen Schutz erfährt.

Laute Musik, lodernde Feuer – auch Feuerchen eigentlich – wildes Herumtollen und Lärm schlagen sind schlicht tabu. Auch mit dem Müll ist das so eine Sache. Man sollte im Wald nicht mehr als Fotos mitnehmen, und Fußspuren hinterlassen. Wenn man sich etwas zu Essen wärmen will, sollte man sich ein entsprechendes Kochutensil zulegen, welches offene Feuer auf Waldboden überflüssig macht.

Eine weitere Frage ist, wie sieht dein Lagerplatz aus? Schläfst du eine Nacht im Wald, oder planst du einen längeren Aufenthalt? Letzterer sollte ganz klar Tabu sein. Ein Campingstuhl, sowie diverse, verteilte Gegenstände vor dem Zelt, sind eher ein Hinweis darauf dass da wohl ein Dauercamper sein Lager aufgeschlagen hat, denn ein müder Wanderer der es nicht mehr bis zum nächsten Campingplatz geschafft hat.

Auch die Region, in welcher man übernachtet, ist nicht ganz unwichtig bei der Frage ob man ein Dauercamper ist, oder jemand der nur „mal eben“ in eine entsprechende Situation geraten ist. Ist eine Region touristisch stark erschlossen, und bietet sie alle paar Kilometer einen Campingplatz an, wird es schwer sich heraus zu reden, da dann offensichtlich ist dass man schlicht die Gebühren sparen will.

Und von der anderen Seite betrachtet, macht es durchaus Sinn!

Man stelle sich vor jeder Urlauber schläft im Wald – wie lange wäre ein solcher Wald dann noch begehbar? Seien wir ehrlich, die meisten Menschen sind Schweine. Sie machen Müll, und lassen diesen dort liegen, wo sie ihn produziert haben. Finden sie etwas, was ihnen gefällt, und das ja „niemandem“ gehört, wird es mitgenommen. Wen stört es schon wenn man mal eine Blume abbricht, oder eine Pflanze wegmacht, die am Schlafplatz stört?

Eigentlich ja niemanden … aber wenn es hunderte und tausende so machen, fällt es eben sehr schnell auf, und geht auf Kosten der Natur.

Es ist also nicht so dass der böse Förster, oder der finstre Jäger den armen Naturburschen verjagt, weil er diesen für einen schlechten Menschen hält, sondern es stehen meist durchaus sinnvolle und – wenn man sich die Mühe macht darüber nachzudenken – verständliche Überlegungen dahinter. Gesetze und Regeln werden nicht aus Langeweile geschaffen, sondern um Ressourcen zu bewahren, die uns allen zu Gute kommen…

Das sollte man auch beim Wildcampen niemals außer Acht lassen!

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