Trekking – Outdoor – Bushcrafting

Batterien, Akkus, Ladegeräte, Solarstrom – mit Spannung Unterwegs…

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Elektronik ist schön und nützlich, doch will sie auch mit Strom versorgt werden. Selbst unterwegs…

GPS, Handy, Kamera, Lampen, MP3-Player – es gibt so viele unterschiedliche Dinge, welche wir jeden Tag mit uns herumschleppen, und die wir benutzen ohne weiter darüber nachzudenken, dass wir manchmal erst auf einer Tour feststellen dass diese Dinge eines brauchen, um zu funktionieren: Eine funktionierende Stromversorgung!

Kamera und MP3 Player braucht man in freier Wildbahn nicht wirklich, Kamera? Naja, eigentlich auch nicht, aber wenn man gerne fotografiert oder Videos macht, dann will man sie eben auch nutzen können.

Ein GPS Gerät ist eine nette Sache, aber man sollte sich – gerade wegen der Abhängigkeit von der Stromversorgung – nicht zu sehr darauf verlassen. Die meisten GPS Geräte für Wanderer halten im Schnitt 8 bis 10 Stunden. Danach sind die Batterien leer, und man sollte seinen Zielpunkt dann entweder erreicht haben, wissen wo man ist, oder Ersatzbatterien dabei haben.

Wer wirklich abseits unterwegs sein möchte, und damit meine ich nicht unbedingt die nicht all zu tiefen Wälder Deutschlands, sondern denke eher an Kanada oder Schweden, dem kann man nur empfehlen zu lernen mit Karte und Kompass umzugehen! Die brauchen nämlich keine Stromversorgung.

Ein Handy ist ein wichtiges Hilfsmittel für den Fall dass einmal ein Notfall eintritt. Selbst wenn die Dinger anzeigen dass sie kein Netz haben, ist es möglich dass die europäische Notrufnummer (112) dennoch erreichbar ist. Kein Netz bedeutet in erster Linie dass man keine Verbindung zum eigenen Mobilfunkanbieter hat, aber nicht dass da kein Netz ist. In einem Notfall lohnt also der Versuch die Notrufnummer zu wählen…

Ich habe mir vor kurzem ein Uralt-Handy zugelegt. Damit kann ich telefonieren, SMS verschicken, einen simplen Taschenrechner nutzen und den Wecker verwenden. Mehr nicht. Kein Schnickschnack alà Kamera oder andere stromfressende Funktionen. Mein Smartphone muss ich alle zwei bis drei Tage aufladen, dieses billige Handy, welches mich neu 16 Euro gekostet hatte, kommt mit einer Ladung drei Wochen aus.

Es gibt verschiedene Ladesysteme für Unterwegs. Das fängt bei den recht beliebten Powerbanks an, geht über Taschenlampen die mit einem Dynamo versehen sind, und endet bei transportablen Solarladegeräten. Mir sind leider keine Taschenlampen bekannt die einen Dynamo haben, und die dennoch die gleichen Leistungen erreichen wie moderne LED Lampen. Aber um den Weg vor einem auszuleuchten, reichen sie alle Mal – sind also tatsächlich für Nachtwanderungen, oder als Notfalllampen geeignet.

Die Powerbanks sind recht praktisch um ein Handy aufzuladen, oder ggf. eine Actioncam, allerdings sind deren Ressourcen natürlich auch begrenzt. Man sollte daher im Vorfeld überlegen welche Elektronik man mit sich führt, so man denn länger unterwegs ist, und ob es nicht sinnvoll wäre die Route so zu planen, dass man sich zwischendurch mit Batterien versorgen kann. Gut, im Falle von Handys nutzen Batterien in aller Regel recht wenig, da man diese nicht einfach einlegen kann.

Gleiches ist oft auch bei Kameras der Fall, da die Hersteller dazu übergehen für ihre Modelle jeweils eigene Akkus anzubieten. Das macht den Hersteller zwar reicher, aber schränkt dich in deiner Mobilität ein, da du dadurch immer auf die Notwendigkeit angewiesen bist, eine Lademöglichkeit zu finden. Vom Umstand ein Ladegerät mitzutragen, einmal abgesehen. Für Spiegelreflexkameras gibt es meistens so genannte Batteriegriffe, allerdings brauchen auch diese wieder Stauraum, und bringen zusätzliches Gewicht mit.

Wenn man nicht dutzende verschiedene Akkus, Ladebatterien oder diverse andere Ladegeräte mit sich herumschleppen will, sollte man bereits bei der Anschaffung darauf achten dass die verwendeten Geräte auch mit Standard-Batterien betrieben werden können, die man auch an möglichst vielen Orten leicht bekommen kann. Namentlich wären dies AA-Batterien.

Und man sollte sich während der Touren auch nicht zu sehr auf die Elektronik verlassen. Denn im Zweifelsfalle versagt diese – sei es durch Nässe, Ausfall der Batterien oder andere Defekte – und du stehst eventuell in einer Umgebung die du nicht kennst, und aus der du dann nicht herausfindest. Wie gesagt, Karte und Kompass verbrauchen keinen Strom, und wenn du in etwa weißt wo du bist, kannst du dir da mit einer Kreuzpeilung sowie einer brauchbaren Karte auch recht schnell weiterhelfen – was natürlich auch eine Frage der Landschaft ist.

Überlege vor Aufbruch was du wirklich brauchst, und ob, und wie, du Ersatz herbekommst. Dadurch verhinderst du dass du zuviel Gepäck mit dir herumträgst, und stehst auch auf der sicheren Seite, was die Funktion deiner Ausrüstung angeht…

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