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Palma de Mallorca – Von Piraten, Fischern und Sklaven

    Der Yachthafen von Palma del Mallorca - Reichtum trifft Dekadenz trifft Proletentum...

Der Yachthafen von Palma del Mallorca – Reichtum trifft Dekadenz trifft Proletentum…

Palma del Mallorca – Jahrelang bekannt und beliebt wegen des berühmten Ballermann als Hochburg deutscher Exzesse zum Schnäpchenpreis – hat wesentich mehr zu bieten als Saufgelage und halbnackte Weiber. Abseits der meist schmutzigen Bettenburgen eröffnet sich dem Besucher dieser Stadt eine Metropole voller europischem Flair, die aber auch gleichzeitig die geschichtlichen Schattenseiten präsentiert: Piraterie, Sklavenhandel und Armut.

So wurde die berühmte Kathedrale der heiligen Maria – eines von Palmas Wahrzeichen – vielfach von Sklaven und Gefangenen in Zwangsarbeit errichtet worden. Leider ist im Inneren das Fotografieren offiziell verboten, aber die im Inneren zu findende Symbolik und Bildhauerkunst sucht sicherlich ihresgleichen.

Die Architektur Palmas zeugt noch heute an verschiedenen Stellen vom Wirken der Araber, welche im zehnten Jahrhundert die Stadt vor dem Zerfall bewahrt hatten. Elemente islamischer Kunst und Kultur lassen sich in Form von Mosaiken, architektonischen Elementen und Mustern wiederfinden.

Im 18. Jahrhundert wurden viele Orte Mallorcas von türkischen Piraten heimgesucht, gegen welche die Städte sich nur durch massive Verteidigungsanlagen und starke Mauern wehren konnten. Auch hiervon lassen sich noch Spuren in Palma finden.

Der heutige Hafen von Palma de Mallorca wird weniger von Piraten, als von wohlhabenden Yachtbesitzern angesteuert. Die dort vertäuten Boote und Schiffe dienen heute nicht mehr der Verteidigung, oder der Fischerei, sondern der Weltumrundung und der Selbstdarstellung, obwohl man gelegentlich auch noch eines der klassischen mallorcinischen Boote sehen kann, was aber selten ist.

Es empfiehlt sich Palma außerhalb der großen Touristensaisons zu besuchen, da man die Stadt dann wesentlich ruhiger und genauer erkunden kann…

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