Trekking – Outdoor – Bushcrafting

Der Altenberger Dom

Altenberger-Dom-Winter-2010-11

Der Altenberger Dom im Winter 2010 – von einem Teil der ehemaligen Klosteranlage aus gesehen…

Der Altenberger Dom wurde aus den Steinen der alten Burg Berge – dem Stammsitz der Grafen von Berg, welche heute vor allem noch durch die imposante Burganlage Schloss Burg in Solingen bekannt sind, ist eigentlich kein Dom, sondern ein Münster. Allerdings ist der mittelalterliche Bau durch seine Schönheit im Volksmund als Dom bekannt.

Wenn man, von Köln kommend, über die Landesstraße L 101 in Richtung Wermelskirchen fährt, gelangt man hinter Odenthal in ein verträumtes, noch unberührt erscheinendes Tal welches durch die Dhünn durchflossen wird. Zu beiden Seiten erheben sich leichte Berghügel und die dörflich wirkende Umgebung macht einen gepflegten und romantischen Eindruck…

Von der L 101 führt dann irgendwann, auf der linken Seite, eine kleine Kurve – die altenberger Hauptstraße – in den beschaulichen Ort Altenberg. Dort gibt es dann zur Rechten einen großen Parkplatz, welcher im Sommer in aller Regel stark belegt, im Winter jedoch nahezu unbesetzt ist, der direkt zum nahe gelegenen Märchenpark führt. Übrigens ein wunderbarer Ausflugstipp für Familien mit kleinen Kindern. Auf der linken Seite gelangt man zu den Parkplätzen der hochgotischen Klosterkirche der ehemaligen Zisterzienserabtei in Altenberg.

Der Dom selbst wurde ab 1255 aus den Steinen der alten, um 960 erstmalig erwähnten Hügelburg Berge erbaut worden, welche auf einem südlich gelegenen Bergrücken stand und die den ersten festen Sitz der Grafen von Berg darstellten, bevor diese im Jahre 1133 ihre neue Residenz Schloss Burg in Solingen bezogen und dass Gelände einigen Zisterziensermönchen aus Burgund überließen, welche dort zunächst ihre Abtei einrichteten, dann ein paar Jahre später jedoch einige hundert Meter weiter in Dhünntal zogen.

Die Bezeichnung Dom ist irreführend, da Altenberg niemals ein Bischofssitz war und eher ein Münster ist, lässt sich jedoch aus dem prächtig erscheinenden Baustil ableiten. Der heutige Dom wurde 1255 als St. Maria Himmelfahrt auf den Grundmauern einer älteren, romanischen Kirche errichtet. Am 03.März 1259 legte Graf Adolf der vierte von Berg unter Anwesenheit des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden den Grundstein. Wie auch der Kölner Dom wurde der Altenberger Dom, nachdem die Steine der Burg Berge verbaut waren, mit Trachyt aus Königswinter aufgebaut. Dass große Westfenster, eines der schönsten Zeugnisse gotischer Kunst, wurde im Jahr 1400 eingesetzt.

Seit 1857 wird der Atenberger Dom als Simultankirche, also als eine Kirche die beiden christlichen Konfessionen Platz bietet, genutzt, obwohl es im bergischen Land bereits ab 1609 eine durch die Grafen von Berg garantierte Religionsfreiheit gab.

Share on FacebookPin on PinterestTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInShare on RedditShare on TumblrShare on StumbleUponShare on VKShare on YummlyDigg this

Kommentar verfassen