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Der alte katholische Friedhof in Köln Mülheim

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Der alte katholische Friedhof der ehemaligen bergischen Stadt Mülheim am Rhein, heute zu Köln gehördend

Wann der alte katholische Friedhof in Köln Mühlheim dass erste Mal als Ort für Beisetzungen verwendet wurde, ist heute nicht mehr bekannt. Allerdings kann man davon ausgehen dass der Kirchhof der kleinen Kapelle St. Mauritius, damals eine Pfarrkirche welche der ehemaligen Abtei Deutz angehörte und die erstmalig 1160 erwähnung findet, seit eh und je für die Städte Mühlheim am Rhein sowie Buchheim (heute Stadtteile Kölns, damals dem Herzogtum Berg zugehörig – siehe auch Schloss Burg Solingen) als Begräbnisstätte Verwendung fand.

Im kölnischen Krieg im Jahre 1583, welcher durch den Konfessionswechsel des damaligen Kölner Erzbischofs und Kurfürsten Gebhard Truchsess von Waldburg, ausgelöst wurde – er wollte die Gleichberechtigung der Konfessionen verwirkliche – wurde St. Mauritius durch bayrische Truppen schwer beschädigt. Zwischen 1586 und 1593 wurden, im Zuge von Wiederaufbauarbeiten, zwei Querschiffarme zugefügt.

Der nächste große Schlag erfolgte 1795, als französische Truppen die kleine Kapelle als Magazin nutzten, was zu einer weiteren, starken Zerstörung führte. Die Kapelle fristete bis 1849 ein trauriges Dasein als Ruine, wurde in diesem Jahr jedoch als Friedhofskapelle wieder aufgebaut und erhielt ihr heutiges aussehen.

In den Jahren 1844 und 1870 wurde das Areal unter Berücksichtigung der durch die Industrialisierung wachsenden Bevölkerungsschicht, erweitert.

Der Friedhof selbst wurde zu beginn des 20. Jahrhunderts geschlossen. Der Grund hierfür war die Eröffnung des neuen Mühlheimer Friedhofs und dass Verbot durch die Stadt Köln den alten Mühlheimer Friedhof als Begräbnisstätte zu nutzen. Ab den 1930er Jahren gab es Verhandlungen zwischen der Stadt Köln und der Gemeinde Mühlheim dass Areal in eine Grünanlage zu verwandeln. Durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges jedoch wurden diese Pläne hinfällig und nach 1955 verwendete die Gemeinde die Fläche wieder als Friedhof.

Das älteste, heute erhaltene Grab auf dem Friedhof stammt aus dem Jahre 1841 und stellt die Grabstätte der Familie Keup dar, welche die Namensgeber der heute bekannten „Keupstraße“ sind. Der Grund für die Namensgebung der Keupstraße (vormals Wolfstraße) war die Errichtung des Dreikönigen-Hospitals, welches damals nahe des Rheins an der Ecke Keupstraße – Dünnwalderstraße lag und auf dessen Grund sich heute ein Altenheim befindet.

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