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Der alte evangelische Friedhof in Köln Mülheim

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Der alte evangelische Friedhof der ehemaligen Stadt Mülheim am Rhein, heute zu Köln gehörend

Seit 1614 werden auf dem kleinen Gelände des alten evangelischen Friedhofs der alten Stadt Mülheim am Rhein, welches an der heutigen Bergisch Gladbacherstraße in Köln liegt, Bestattungen vorgenommen. Der kleine Flecken Erde gelangte im Jahre 1612 als Schenkung des Markgrafen Ernst von der Mark (Geb. 22.02.1590 – Gest. 1654 – es handelt sich dabei um eine Seitenlinie der Grafen von Berg, siehe auch Schloss Burg in Solingen) in den Besitz der ehemaligen Stadt Mülheim am Rhein. Die Grundbedingung für diese Schenkung war die Erlaubnis auch Lutheraner auf dem Friedhof beisetzen zu dürfen, was die ab 1609 durch die Grafen von Berg eingeführte Religionsfreiheit auch auf dass Bestattungswesen erweiterte.

Dass imposanteste Grabmahl auf der Anlage ist die Gruft der Familie Paul Charlier – Sie wurde im Jahre 1899 von Mathilde und Paul Charlier für ihren Sohn errichtet, welcher im Alter von nur zehn Jahren verstarb. Als die beiden später starben, ließen sie sich ebenfalls in dieser Gruft beisetzen.

Die Charliers waren eine Industriellenfamilie, welche gemeinsam mit der Familie van der Zypen im Jahr 1845 dass in Köln Deutz beheimatete Waggonbau-Unternehmen „Westwaggon“ gründeten, das richtungsweisende Entwicklungen im Bau elektrischer Schienenfahrzeuge schuf. So basieren beispielsweise die Wuppertaler Schwebebahn auf dem Prinzip der Einschienenhängebahn-Teststrecke, welche damals auf dem Gelände der Deutzer Fabrik unterhalten wurde und die Fahrzeuge der ersten U-Bahn in Berlin wurden durch van der Zypen aufgebaut.

Die Mauer, welche den kleinen Friedhof umgibt, wurde erst im Jahre 1880 errichtet…

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