Trekking – Outdoor – Bushcrafting

Die alte rechtsrheinische Ortschaft Wichheim, welcher 1910 mit den Orten Schweinheim, Hohlerwik und Schnellweide zum Ort Holweide zusammengelegt wurden, wird erstmals im Jahre 1068 als Domus Wicheri – Heim der Heiligkeit – erwähnt. Wenn man dem Verlauf der Strunde von Buchheim aus folgt, dann kommt man auf dem Weg Richtung Isenburg automatisch durch Wichheim. Einige der alten Fachwerkhäuser sind heute noch erhalten…

Im Jahre 1666 wütete in Schweinheim und Wichheim die Pest, welche die Einwohnerzahl auf ganze 7 Einwohner reduzierte. Die Überlebenden legten, aus Dankbarkeit für ihr Überleben, ein Gelübde ab, nach welchem diese sich an jedem 11. September zu einer gemeinsamen Prozession zusammenfinden würden. Der sogenannten Eliasprozession. In einem Heimatbuch der Bürgervereinigung Köln Holweide findet sich jenes Gedicht in Mundart, welches an die Sieben erinnern soll:

Sibbe he sin üvrig blevve
Domols vun der Pes’
Zwei Fraue und fünf Männer levten
wigger als de Res

Su lübden se’ us Dankbakeet
Dat öm Eliaszick
Sulang us Heimat je bestecht
En Prosezession ustrick

Die Johr für Johr als fromme Jang
Soll trecke an dem Bach entlang
Un Ald und Jung sin opjeroove
Fromm und dankbar metze loove

Dat lübde’n nu för alle Zick
En Treu de Lück an der Hol-Wick
Dem Häär hö’t Pries und Hilligkeet
Hück un en alle Iwigkeet

(Aus: Heimatbuch Holweide, Bürgervereinigung)

Übersetzung:

Sieben hier sind übrig geblieben
Damals, von der Pest
Zwei Frauen und fünf Männer lebten
weiter als der Rest

So gelobten Sie aus Dankbarkeit
Das um die Eliaszeit
Solange unsere Heimat besteht
Eine Prozession auszieht

Die Jahr für Jahr als frommer Gang
Soll ziehen am dem Bach entlang
Und Alt und Jung sind aufgerufen
Fromm und dankbar mitzulaufen

Das lobten nun für alle Zeit
In Treue die Leute an der Hol-Weid’
Dem Herrn zu Preisen und Heiligkeit
Heute und in alle Ewigkeit

Links:

Bürgervereinigung Köln Holweide e.v.

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