Trekking – Outdoor – Bushcrafting

Verstecke außerhalb des eigenen Grundstücks…

notlager-notration

Für ein Not- oder Reservelager völlig ausreichend: Eine alte, ausgediente Munitionsbox!

Schon erstaunlich was manchmal für Anfragen kommen. Wenn ich Verstecke außerhalb des eigenen Bodens meine, also solche die in einem öffentlichen Gelände angelegt werden, rede ich natürlich von kleinen Lagern, und nicht in den Boden gebrachten Bunkern.

Was die rechtliche Seite betrifft, sofern nicht die Genehmigung des Pächters oder Eigentümers vorliegt, handelt es sich um ein illegales Lager. Denn grundsätzlich darf man nicht einfach irgendwo graben, und schon gar nicht einfach etwas zurücklassen. Also für diesen Fall IMMER brav die Einverständnis einholen. Also immer schön gesetzestreu bleiben, wenn der Ernstfall eintritt!

Zu den Verstecken selber, da auch dieses wohl einige Ungereimtheiten aufzuweisen scheint.

Nein: Man vergräbt natürlich keine einzelnen Verpackungen oder Dosen, sondern Gewinde. Es gibt hierzu verschiedene Möglichkeiten. Zum einen Metallboxen wie Munitionskästen oder Zargesboxen, allerdings können diese rosten, oder auf andere Weise korrodieren. Es empfiehlt sich daher sich geeignete Behältnisse zu besorgen, die aus Plastik bestehen, und die vor Allem wasserdicht schließen.

Hierzu gibt es, beispielsweise, Weithalstonnen. Das sind Gebinde mit fest und wasserdicht verschließbarem Deckel, in die man – je nach Größe – unterschiedliche Dinge einlagern kann.

Ich rede bei externen Verstecken übrigens auch nicht von kompletten Vorratslagern, sondern tatsächlich von einem existenzsicherndem Minimum!

Also lebenswichtigen Medikamenten, einem Wasserfilter, Micropur oder Ronin, einem Feuerstahl, etwas Schnur, eine Plane, Werkzeug, Messer, Angelhaken, einem Wasserbehälter, Schnur sowie ggf. tatsächlich eine zwei, oder Dreitagesration an Nahrungskomprimat oder Ähnlichem und etwas Erste Hilfe-Ausstattung.

Dazu ist es nicht notwendig etwas zum Thema Bunkerbau zu lernen, oder mit einem Betonmischer im Wald zu verschwinden, da es sich bei solchen Verstecken immer nur um etwas handeln sollte, das man a. finanziell verkraften kann, sollte es verloren gehen, und dass einem b. die Existenz außerhalb der vier Wände sichert, und dass man locker in einem Rucksack transportieren kann!

Die Wahl des Lagers …

Es macht natürlich wenig Sinn irgendwo, inmitten einer eintönigen Landschaft, einfach ein Loch zu graben und dort sein Notlager zu verstecken. Denn in einer solchen Landschaft kann es schnell passieren dass man seine Notration nicht mehr wiederfindet! Also sollte man sich landschaftliche Auffälligkeiten wie Findlinge, oder ähnliches was nicht leicht zu entfernen ist, als Markierung nutzen. Das Notieren von GPS Koordinaten würde ich nicht empfehlen da GPS als militärisches System jederzeit auf Knopfdruck dem zivilem Zugriff entzogen werden kann.

Höhlen und Felsspalten bieten sich als natürliche Gegebenheiten ebenfalls als Verstecke an, allerdings sollte man hier beachten dass vielleicht andere ebenfalls auf den Gedanken gekommen sind. Ein weiterer Faktor bei diesen natürlichen Verstecken ist die Sicherheit vor Witterungseinflüssen! Wie tief geht das Versteck, um vor klimatischen Einflüssen sicher zu sein? Wie sicher ist es vor Zusammenbruch und Felsrutsch?

Also sollte man auch wechselndes Wetter berücksichtigen. Gerade wenn es um Dinge wie Medikamente geht, sind wechselnde Temperaturen und Feuchtigkeit nicht geeignet die Lagerfähigkeit zu erhöhen. Deswegen sollte in jedes – auch wenn es wasserdicht ist – Notlager auch ein Beutel Salz, oder Silikagel zugegeben werden.

Was die Temperaturen betrifft, ab ca. 50 Zentimeter – ausgehend von Waldboden – sind eingelagerte Waren vor großer Hitze, Bodenfrost und wilden Tieren relativ sicher. Aber man sollte auch hier in regelmäßigen Abständen den Zustand der Lager überprüfen, und verfallende Waren ggf. austauschen.

Wie gesagt, bei Verstecken und Notlagern handelt es sich nicht um komplett ausgestattete Bunker, oder vergleichbare Bauten, sondern tatsächlich nur um einen besser geschützten Notfallrucksack mit einem gewissen, auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenem Mindestumfang der es eben erleichtert zu überleben!

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