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Notnahrung & nachwachsender Rohstoff: Das Haustier …

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Uns allen sollte bewusst sein dass in Krisenzeiten, beispielsweise durch einen wirtschaftlichen Zusammenbruch, die Versorgung mit Lebensmitteln durch Geschäfte und Supermärkte nicht gewährleistet werden kann. Fleisch ist in Zeiten der Not, für eine ausgewogene Ernährung, unumgänglich, und wir sollten uns vor Augen halten dass es nicht zwingend eines großen Hofes bedarf, um die Versorgung mit Fleischprodukten aufrecht zu erhalten. Machen wir es wie unsere Großväter, und werfen wir einen Blick auf die Haustiere …

Nach dem Krieg war es Gang und Gebe Gerichte wie falschen Hasen, oder auch Dachhasen zu zubereiten. Hierbei handelte es sich zumeist um Katzen oder Tauben – aber auch andere, leicht zugängliche Fleischlieferanten wie kleinere Hunde, Ratten oder was sich sonst ohne größere Probleme greifen lies. Die Jagd auf diese Tiere wurde natürlich dass durch uns von ihnen entgegen gebrachte Vertrauen wesentlich erleichtert.

Aber gehen wir die verschiedenen Tierarten einmal durch, lassen den emotionalen Aspekt bei Seite, und betrachten das Ganze nüchtern.

Die meisten Menschen werden beim Thema Haustiere zunächst an Hunde – die treuesten Begleiter des Menschen – denken. Und richtig, Hunde liefern ab einer gewissen Größe sicherlich die meiste Ausbeute, allerdings ist deren Nachzucht auch mit Kosten und Zeit verbunden, von daher sollte man Hunde wirklich nur als eine Art Sonntagsbraten betrachten. Selbiges trifft auch auf Katzen zu. Diese wachsen auch eher langsam und unter hohem Einsatz von Aufzuchtmitteln auf. Der Gedanke den geliebten Hund, oder die liebgewonnene Katze zu verspeisen bereitet Ihnen Kopfzerbrechen? Machen Sie sich keine Gedanken, in einigen schweizer Kantonen ist es durchaus die Norm. Sie sehen, man verfällt nicht automatisch in Barbarei wenn man seinen kleinen Liebling verspeist. Und zudem: Liebe geht bekanntlich durch den Magen!

Es gibt natürlich auch Menschen die Geflügelprodukte bevorzugen, allerdings kann ich hierzu leider nur wenig sagen, da ich keine Erfahrungen mit der Aufzucht und dem Nahrungswerten von Sittichen habe. Kann mir jedoch vorstellen dass man viele Sittiche braucht, um halbwegs satt zu werden. An so einem kleinen, gelben Piepmatz ist ja naturbedingt auch nicht sehr viel Fleisch vorhanden. Das Gleiche muss ich zur Fischzucht sagen. Hiermit kenne ich mich leider nicht aus, und ich weiß auch nicht wie groß die Menge an produziertem Fleisch bei Fischen aus Aquarien sein mag, kann mir aber ausmalen dass diese eher geringe Mengen produzieren. Von daher halte ich Vögel und Fische für nicht wirklich sinnvoll.

Eine wesentlich günstigere Alternative, sowohl von der Aufzucht als auch der gelieferten Menge, stellen da die bekannten Nagetiere dar. Meerschweinchen, Hamster, Hasen, Kaninchen, etc. – diese Nagetiere liefern eine vergleichsweise brauchbare Menge an Fleisch, bei geringem Kosteneinsatz. Sie wachsen zudem schnell nach und sind daher auch recht gut verfügbar. Sicherlich, man kann – auf Grund der geringen Größe der Därme – keine Wurst aus ihnen machen, aber man kann sie braten und das Fell sowie das feine Leder bieten die Möglichkeit wärmende Bekleidungsteile wie Handschuhe, oder Dergleichen zu fertigen. Bei kleineren Nagern wie Mäusen besteht zu dem die Möglichkeit diese zu pürieren und eine schöne, gleichmäßge Fleischfarce aus ihnen herzustellen.

Ein bisschen Gras und Wasser sind für die Aufzucht von Nagetieren auch völlig ausreichend. Viel Platz nehmen sie auch nicht ein, und die Vermehrung bei diesen Haustierarten geschieht, wenn man sie nicht nach Geschlechtern trennt, quasi von ganz alleine. Ein weiterer, recht erfreulicher Nebeneffekt: Gerade wenn man mit Kindern die Krise überleben will, können Nagetiere den Kleinen ein wenig Trost und Hoffnung spenden, bevor wir sie dann aufessen.

Wir sollten in Bezug auf tierische Notnahrung unsere westlichen Vorstellungen von Ethik und Moral an Seite wischen, und uns mehr an den naturnahen Völkern, wie beispielsweise dem Eingeborenenstamm der Lirpa-Lirpa auf den April-Islands orientieren. Dort wird noch gegessen was auf den Tisch kommt.

In diesem Sinne – Good survive und lasst es euch schmecken …

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