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Munitionskiste versus Stahlfass – Kosten und Eigenschaften

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Stahlfass vs. Munitionskiste – was ist das bessere Metallgebinde für Lagerzwecke?

Munitionskisten sind Tupperware für echte Kerle – naja, so lautet jedenfalls ein Spruch den man hier und dort im Netz findet, aber seien wir ehrlich: Munitionskisten sind oft sehr teuer, und nicht selten in einem Zustand der eher erbärmlich ist: Rostig, mit kaputten Dichtungen und verdellt. Und besonders groß sind sie auch nicht. Das macht sie zwar zu perfekten Lagermöglichkeiten für Faustfeuerwaffen und Munition, aber für andere Dinge? Eher bedingt. Ich persönlich lagere damit Kleinkram wie Kompasse, Wasserfilter oder kleinere elektronische Geräte. Wer größere Dinge lagern möchte, der braucht natürlich auch größere Gebinde – und hier empfiehlt es sich Alternativen zu nutzen …

 

Die Schweizer Munitionskiste für Patronen 7.62 hatte mich damals in der Anschaffung knapp 20 Euro gekostet. Geschätzt gehen vier bis fünf Liter hinein, was bedeutet dass sie recht schnell voll ist. Das nebenstehende 30 Liter Stahlfass kostet – neu und ungebraucht – dagegen gerade mal 12 Euro. Wenn man diese Fässer im Außenbereich einsetzen möchte, sollte man auch hier die Dichtung durch Silikon verbessern und das Fass mit einer Lackierung gegen Rost schützen, aber ich denke der relativ große Inhalt rechtfertigt diese Arbeitsschritte.

Stahlfässer gibt es bis zu einem Fassungsvermögen von 210 Litern. Das sind dann auch wirklich die Großen Fässer. Hier zeigen sich gebrauchte Fässer als günstigste Möglichkeit, solange es nicht um die Lagerung von Lebensmitteln geht!

Warum keine Lebensmittel in gebrauchten Fässern lagern? Weil man nie die Garantie hat dass in den Dingern wirklich nur harmlose, oder leicht zu entfernende Stoffe gelagert wurden. Sobald es um Gesundheit und Leben geht, ist Sparen zwar nett gemeint, aber im Zweifelsfalle keine gute Entscheidung. Gleiches gilt auch für Kanister für Trinkwasser. Hier immer neue Ware nehmen.

Was ist eigentlich positiv an Stahlbehältern, oder generell elektrisch leitenden Lagergebinden?

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Stahlfass für die Verwendung als externes Lager abgetarnt – Militärische Farbsprays sind recht günstig zu bekommen …

Sie bilden einen Faradayschen Käfig, schützen also elektronische Geräte, sofern diese Lagergebinde geerdet sind, vor elektrischen Entladungen, wie beispielsweise Blitzschlägen, oder EMPs. Die Funkausrüstung bekomme ich gerade so in die Munitionskiste, in das Stahlfass gehen dagegen locker Funkausstattung, Laptop, Radio und Ersatzbatterien hinein. Nebst einigen anderen Dingen die ich ebenfalls geschützt haben möchte.

Wer in Metallbehältern elektronische Geräte lagert, sollte auch Schwitz- oder Kondenswasser in seine Überlegungen mit einbeziehen. Diese Form der Feuchtigkeit kann elektronische Geräte ebenfalls unbrauchbar machen, bzw. zu Kurzschlüssen führen, sobald diese eingeschaltet werden. Ein einfacher und günstiger Schutz vor Feuchtigkeit bietet ein Säckchen mit Reis und Salz, oder Silika-Gel, welches auch günstig im Handel zu erwerben ist.

Will man das Lagergut zusätzlich vor der Oxidation durch Sauerstoff schützen, was bei einigen Lebensmitteln und Medikamenten durchaus Sinn macht, gibt man vor dem Verschließen des Behälters ein Stück Stahlwolle mit Kochsalz in den Behälter. Bei Stahlfässern sollte man diese natürlich in einem zusätzlichen Behälter stecken, um eine Kontaktkorrosion zu verhindern. Durch die Reaktion der Stahlwolle mit Kochsalz und Feuchtigkeit wird Sauerstoff entzogen, und es entsteht sogar ein geringer Unterdruck, welcher die Lagerfähigkeit einiger Güter noch zusätzlich erhöht.

Was ist nun besser? Stahlfass, oder Munitionskiste?

Ich denke das kann man, wie Vieles, nicht pauschalisieren. Eine Munitionskiste ist für den externen Gebrauch eher zu verwenden und zu verstecken, als ein relativ großes Stahlfass. Auch wenn man die Dinger vergräbt muss man den höheren Arbeitsaufwand und die Eigenstabilität des Gebindes im Blick halten. Eine Munitionskiste wird sicherlich nicht eingedellt, sollte ein Wanderer darüber laufen, bei einem Stahlfass sieht das wieder ganz anders aus. Davon abgesehen sollte man keine zu großen und zu teure Dinge in einem externen Lager unterbringen, denn wird es – trotz aller Vorsicht – entdeckt, ist der Verlust entsprechend hoch.

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