Trekking – Outdoor – Bushcrafting
koenigsforst_kdr100

Plätze für Notreserven suchen und finden …

Ich glaube die wenigsten haben sich bislang wirklich Gedanken darüber gemacht sich Vorräte anzulegen. Ich selbst kenne dieses Verhalten noch aus meiner Kindheit. Eine meiner Tanten war zur Zeit des WK2 eine junge Krankenschwester, und hatte den Krieg, die Bombardierung der Städte und die Hungerszeit danach selbst miterlebt. Sie hatte bis zum Ende den Keller immer mit Konservendosen, Eingemachtem und Trinkwasser rappelvoll. Die Vorräte reichten bei ihr mindestens drei Monate!

Gut, sie hatte das „Glück“ einen neuen Krieg in Europa nicht mehr zu erleben, aber allmählich beginnt sich – wenn schon kein direkter Krieg – so doch zumindest eine wirtschaftliche Katastrophe abzuzeichnen. Immer mehr Menschen strömen nach Europa, insbesondere nach Deutschland. Das kann und ich will ich diesen Leuten auch nicht zum Vorwurf machen. Die werden durch Versprechungen auf ein besseres Leben hergelockt, und mindestens genauso vorgeführt, wie wir.

Von wem? Wem dient es, wenn Unruhen ausbrechen? Letzten Endes der Wirtschaft – und zu guter Letzt dem Dollar. Starker Euro? Da kann man was machen, aber ich möchte mich hier auch nicht in die politischen und wirtschaftlichen Aspekte verlieren, sondern nur kurz anschneiden dass wir in einer Situation sind, welche Vorsorge sinnvoll erscheinen lässt.

Menschen die es sich leisten können, bauen Bunker. Meist unter ihren Häusern, und nicht selten ohne gewisse grundlegende Sicherheitsbedenken zu berücksichtigen. Ich sah einmal einen Schutzbunker, der hatte den Zugang im Keller. Das war der einzige Ein- und Ausgang. Mehr gab es nicht. Erleidet das Haus einen direkten Treffern, und stürzt ein, sind die Bewohner lebendig begraben. Wird das Haus besetzt, sitzen sie in ihrem Keller fest. Aber gut, die wollten es so – kann man nichts machen.

Für den Ottonormalbürger ohne eigenes Haus bietet sich der Keller an, um Vorräte anzuhäufen. Aber! Auch hier gilt: wird das Haus erobert, eingenommen oder zerstört, und man selbst im besten Falle vertrieben, sind die Vorräte und der Schutz weg. Und zwar unwiederbringlich.

Diese Gefahr besteht in Städten und urbanen Gebieten ganz besonders.

Je größer eine Stadt ist, je wichtiger diese als Knotenpunkt für Wirtschaft und Infrastruktur ist, desto wahrscheinlicher wird sie ein Ziel sein. Und selbst wenn es keinen Krieg geben wird, mit steigender Einwohnerzahl steigt auch die Möglichkeit Opfer von Plünderungen und Bandengewalt zu werden. Daher macht es Sinn auch Vorräte außerhalb der eigenen vier Wände anzulegen, beispielsweise in Erdbunkern irgendwo im Wald.

Aber – und das ist dass eigentliche Problem: Es ist natürlich nicht, oder nicht ohne weiteres Möglich die Mengen, welche man im eigenen Keller parken kann, irgendwo außerhalb der eigenen Wände unterzubringen. Hier sollte man sich daher fragen was man in so einem externen, und rechtlich nicht unbedingt legalem Versteck unterbringen will?

Ich persönlich halte es folgendermaßen: Ich bin auf Medikamente angewiesen. Diese brauche ich zum Überleben, und entsprechend habe ich meine Vorräte angelegt. Eine Weithalstonne, gefüllt mit Mitteln die für zwei Monate reichen, dazu je ein Wasserfilter von Saywer, Desinfektionsmittel, ein Medikit, etwas Trockennahrung, eine Baumarktplane, sowie eine Gasmaske mit Zivilschutzfiltern. Das ist nicht viel, das ist nicht teuer, aber es ist eine Notration die wirklich das Nötigste abdeckt, und die im Zweifelsfalle nicht mit dem Haus, bzw. der Wohnung verloren geht und die es mir ermöglicht, wenn auch nicht gerade besonders elegant, zu überleben.

Was den Standort angeht: Wie gesagt, außerhalb der Ortschaft. Wer sicher gehen will legt sich drei, oder vier dieser Verstecke an. Ist zwar mit Arbeit verbunden diese regelmäßig neu zu befüllen, gerade wenn es um Dinge geht die nur eine begrenzte Haltbarkeit aufweisen, aber ich denke für das Überleben ist dieser Preis nicht zu hoch.

Was die Lage dieser Versteckmöglichkeiten betrifft, sollte man diese so wählen dass man sie auch ohne GPS wiederfinden kann. Denn machen wir uns nichts vor: GPS ist ein US-militärisches System, und wenn es die Situation verlangt, wird dieses System für den zivilen Bereich eingegrenzt, oder komplett abgeschaltet. Und dann steht man da – ein teures Navigationssystem welches nichts mehr wert ist, und man kommt nicht an seine Reserven.

Also, wer auf Nummer sicher gehen möchte, der richtet sich mehrere Lager ein. So dass diese vor Witterungseinflüssen relativ gut geschützt sind, und so dass sie ohne unsichere Navigationshilfen gefunden werden können.

In städtischen oder urbanen Gegenden – gerade auch dort wo Wirtschaft und Industrie angesiedelt sind – muss man damit rechnen dass diese für einen Angriff besondere Ziele darstellen. Hier ist die Gefahr also wesentlich größer, als in ländlichen Umgebungen, entsprechend sollte man seine Lager so anlegen, dass man diese zwar schnell erreichen kann, sie aber dennoch abseits genug liegen um nicht beim erstbesten Angriff zerstört zu werden…

Kommentar verfassen

Networks:
Statistik:
  • 18
  • 102
  • 119
  • 7