Trekking – Outdoor – Bushcrafting

Mil Tec 5 inch Boots – Erfahrungsbericht nach 100 Kilometern

Five Inch Boots der Firma Mil Tec - Brauchbare Wanderschuhe!

Five Inch Boots der Firma Mil Tec – Brauchbare Wanderschuhe!

Seit meiner, eher bescheidenen, Erfahrung mit den Tretern von Mac Allister (Mac Allister Einsatzstiefel), war ich ja misstrauisch was günstige Stiefel für Wanderungen angeht. Dennoch hatte ich mich zu Anfang des Monats entschlossen mir doch wieder ein günstiges Paar zu besorgen. Nicht so sehr weil ich auf billig stehe, sondern weil ich nicht unbedingt Rockefeller bin der mal eben 200 ~ 300 Euro in Wanderstiefel stecken kann. Der preisliche Rahmen, den ich mir gesetzt hatte, begann bei 30 € (keine Chance!) und ging hoch bis maximal 100 € (was mir auch schon tut…). Bekommen habe ich für knapp 54 € die 5 Inch Boots von Mil Tec.

Ich habe diese nicht online gekauft, sondern bin dafür zum Händler meines Vertrauens geganen um mir die Treter vor Ort ansehen zu können. Online mag zwar bequemer sein, aber wenn man derartige Artikel in der Hand hält kann man sie doch sehr viel besser einschätzen…

Wenn ich mir Schuhe kaufe, drücke ich gerne im Fersenbereich um zu sehen ob die Sohle nach innen nachgibt. Ist dass der Fall, ist die Sohle meist in Kammern unterteilt. Soll angeblich Gewicht sparen, und federnd wirken, meiner Erfahrung nach erzeugt es jedoch Fersen- und Rückenschmerzen, wenn sich die Innensohle durchgelaufen hat, und die Stege der Kammern auf die Fersen drücken, aber die Hersteller sparen eben auch gerne Material. Bei den Tretern von Miltec war dies bislang nicht der Fall, weshalb ich mich entschlossen habe den Dingern eine Chance einzuräumen, auch wenn ich sonst eher kritisch bin, was die Verarbeitung deren Produkte angeht.

miltec-five-inch-boots-01

Die Sohle nach knapp 100 Kilometer Wanderung. Fast wie neu!

Nach mittlerweile knapp 100 Kilometern Wanderung kann ich zwei Dinge feststellen: Die Sohle ist stabil, und scheint sich nicht sehr schnell abzulaufen. Auf Steinigem Untergrund – glatte Steine – ist der Gripp zwar bescheiden, und verschwindet nahezu vollständig wenn der Boden zusätzlich nass wird, aber für normale Wanderungen kann man sie durchaus sehr gut verwenden.Auf lehmigen, oder erdigen Untergrund kommt das Profil zu tragen, welches dort einen sehr guten Halt gibt.

Ich laufe recht gut in den Teilen, habe da teilweise das Gefühl Turnschuhe anzuhaben. Aber ok, da ich meistens die klassischen Springerstiefel trage, dürften mir wahrscheinlich auch Autoreifen wie Turnschuhe vorkommen.

Die Sohle im Fersenbereich

Die Sohle im Fersenbereich

Was negativ auffällt, im warmen Wetter, die 5 Inch Boots sind sehr warm. Ich würde sie als bedingt atmungsaktiv bezeichnen, aber im Vergleich mit den Mc Allister Tretern sind sie es definitiv. Ich kann jetzt sagen dass ich – trotz der Wärme – übermäßig darin schwitzen würde. Denke ideal sind sie im Herbst oder Winter zu tragen. Blasen habe ich mir darin nicht gelaufen, kann auch keine Druckstellen beklagen. Klar, nach zwanzig Kilometern schmerzen die Füße, aber ich schätze das wäre auch in richtig teurem Schuhwerk der Fall. Wie es aussieht wenn die Dinger wirklich nass werden, konnte ich bislang noch nicht in Erfahrung bringen. Aber sollte sich die Gelegenheit ergeben, werde ich nachreichen…

Auch wenn der Schaft nur bis knapp zur Mitte der Knöchel reicht, bieten die Schuhe doch ausreichend Stabilisierung wenn es mal nicht ganz so eben ist. Die Ösen und Schnellverschlüsse halten bislang und wenn ich ein vorläufiges Fazit ziehen muss, würde ich sagen das die Treter ihr Geld wert sind.

miltec-five-inch-boots-00

Seitenansicht des 5 Inch Boots – die Sohle ist dem klassischen Wanderstiefel nachempfunden…

Wem ein paar warmer Füße nicht stören, und wer nicht gerade die Neigung zum Klettern verspürt, der dürfte mit den 5 Inch Boots – die es in Sand, Schwarz und Oliv gibt – einen guten Fang machen. Professionellen Ansprüchen werden sie natürlich nicht gerecht, aber da sollte man auch fair bleiben, und sich überlegen was man für knapp 55 Euro erwarten darf. Also momentan kann ich sie empfehlen. Und sollten sie nach 500 Kilometern immer noch brauchbar sein, dann sind sie ein Kauftipp…

Share on FacebookPin on PinterestTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInShare on RedditShare on TumblrShare on StumbleUponShare on VKShare on YummlyDigg this

Kommentar verfassen