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RIesenbärenklau - Eine gefährliche Pflanze ... eine von Vielen!

RIesenbärenklau – Eine gefährliche Pflanze … eine von Vielen!

Viele Ahnungslose gehen ja völlig unbedarft in die Natur. Sie denken sich „Geh ich mal ein bisschen entspannen“, und ahnen gar nicht welche Gefahren jenseits der Asphaltgrenze auf sie lauert! Wer schon einmal von einem wütenden Riesenbärenklau, einer wahnsinnig gewordenen Tollkirsche oder aggressiven Pilzskinheads verfolgt wurde weiß, die Natur ist nicht dein Freund!

Vor dem Riesenbärenklau wird gerne gewarnt, und manch Unbedarfter gerät in Schrecken, wenn er – statt dem wirklich riesigem Riesenbärenklau dem kleineren, und sogar nützlichem Bärenklau gegenübersteht. Wobei, der Name ist bei Riesenbärenklau tatsächlich Programm!

Zwei bis drei, dreieinhalb Meter, sind Größen die man nicht übersieht, und es ist schon fahrlässig wenn man bei diesen Erscheinungen dem Riesenbärenklau ins Gewächs laufen würde. Wer so Etwas zu Stande bringt, der läuft auch lachend gegen einen Bus.

Trotzdem soll davor gewarnt werden – denn die in ihm enthaltenen Stoffe wirken, in Kombination mit Sonnenlicht, toxisch und können schmerzhafte und hässliche Verbrennungen erzeugen. Gerade Kindern sollte man daher beibringen einen großen Bogen um diese Pflanze zu machen.

Ein anderes, wesentlich häufigeres Gewächs, ist die Eibe!

Diese bildet gegen Herbst auch wunderschöne, klebrige und rote Fruchtkörper aus, in welchen ein Kern steckt. Die Eibe lässt sich wunderbar mit der Fichte verwechseln, doch während ein Tee aus Fichtennadeln wohltuend ist, bringt die Eibe – welche im Volksmund auch den Namen Mörderbaum trägt – dich schneller unter die Erde als du a sagen kannst.

An der Eibe ist eigentlich alles giftig. Die Nadeln sind giftig, das Holz verursacht – wenn man es sägt – Atemprobleme und Hautreizungen, und sogar die Wurzeln sind giftig. Einzig das rote Fleisch der Frucht kann gegessen werden, allerdings ist der in der Frucht enthaltene Samen auch wieder giftig!

Das Witzige an der Eibe ist, sie steht fast überall, aber da sagt keiner was – und ich habe das Bäumchen auch schon als Zierde an Kindergartenmauern gesehen!

Ein weiterer, sehr geschickter Mörder aus dem Pflanzenreich, ist der gefleckte Schierling.

Sokrates machte den Schierling in Form des Schierlingsbechers bekannt, mit Welchem er 399 vor unserer Zeitrechnung in Form eines tödlichen Cocktails seine Verurteilung zum Tode umsetzte. Gerüchten nach schwörten auch einige Borgias auf diesen tödlichen Longdrink…

Daneben gibt es etliche Pilze, die dem unbedarften Wandersmann das Leben schwer machen – entweder sie lösen seltsame Reaktionen aus, wie Halluzinationen und Psychosen, welche den Betroffenen in gefährliche Situationen bringen können, oder sie bringen einen gleich ganz um.

Daneben gibt es eine ganze Reihe anderer, potentieller Gefahren: Bandwürmer, Viren, Bakterien – kleine Dinge die du nicht sehen kannst, die dich aber auf eine physische Achterbahnfahrt mit ungewissem Ausgang schicken können. Diese können sich auf und in Pflanzen, Tieren oder Gewässern verbergen.

Fakt ist dass die Natur einige Gefahren für Leib und Leben bereithält. Daher sollte man, im eigenen Interesse, nichts zu sich nehmen, was man nicht wirklich kennt. Ich rate daher immer und immer wieder: Nimm dir was zu Essen mit, wenn du nicht 100% weißt was du aus der Natur zu dir nehmen kannst!

Ein Video des Umweltbundesamtes zur Ambrosia, welche ebenfalls hochgradige allergische Reaktionen hervorrufen kann:

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